Marco Hauber
Kommunikationsdesign
Éra – Viraler Umweltbericht
Vermarktungs- und Kommunikationsstrategie, Editorial Design
Rund 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Die Meere sind überlebenswichtig für das Leben auf der Erde. Aus dem Meer kommt alles Leben, aber auch alle Abfälle kommen ins Meer. Die Ozeane stehen kurz vor dem Umkippen, wenn wir nicht bald handeln. Doch in der Wegwerfgesellschaft landet so gut wie jeder Abfall früher oder später im Ozean. Insbesondere Plastikabfälle stellen dort eines der größten Probleme dar.
Genau dieses Thema möchte ich an die Öffentlichkeit bringen – Plastikabfälle im Meer. Welche Ausmaße hat dieses Problem bereits angenommen? Was sind die Folgen? Wie können wir es lösen? Oder besser gesagt – wie kann jeder von uns einen Beitrag dazu leisten, die Meere wieder in einen akzeptablen Zustand zurück zu versetzen. Dieser "Vermittlungsauftrag" soll mit Hilfe einer Broschüre an die Leserschaft gebracht werden. Zielgruppe sind Leser von Umwelt- und Touristikmagazinen wie Geo, Merian, Mare, da sie einen starken Bezug zur Umwelt aufweisen. Freiwillig werden sich aber wohl die wenigsten mit diesem Thema beschäftigen wollen. Daher soll die Broschüre ähnlich wie ein trojanisches Pferd funktionieren. Vermarktungs- und Kommunikationsstrategie gehen dabei Hand in Hand: Die Broschüre wird über einen Lesezirkel-Anbieter vertrieben und erscheint im Lesezirkel-Einband. Dieser Einband wird mit einer fiktiven Magazinmarke versehen – ähnlich gestaltet wie die der Umweltmagazine. Wie ein Schwarzfahrer wandert die Broschüre dann zusammen mit den anderen Magazinen an die Abonnenten des Lesezirkels. So kann sie dann vermeintlich unscheinbar im Regal von Ärzten, Friseuren, etc. stehen. Um die Leserschaft nicht mit Informationen zu überfluten möchte ich die Textmenge an die durschnittliche Verweildauer in Warteräumen anpassen. Gepaart mit Infografiken und emotionalen Fotos soll das Problem sichtbar werden. Raum bleiben soll schließlich auch für einen positiven Blick in die Zukunft: Wie kann der Mensch das Meer retten – um selbst zu überleben.
Großen Dank geht an den Fotografen Peter Bennett, der mir einige seiner Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat.